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195.  04.11.19        << zurück
  Michael Hofstätter / PAUHOF  
 
Urbane Transformationsprozesse: Das Westbahnhofareal in Wien
A Palaver im Gespräch mit Michael Hofstätter von PAUHOF


Zwei Beispiele für urbane Transformationen in Wien: Das Schleifen von Stadtmauern, Bastionen und Glacis führte zum Bau der Ringstraße. Durch die Regulierung der Donau wurde hundert Jahre später die Donauinsel aufgeschüttet.
Der Westbahnhof wurde zu einem Regionalbahnhof, da der Hauptbahnhof als Durchzugsbahnhof angelegt ist und überregionale Züge der Westbahnstrecke über den Lainzer Tunnel zum Hauptbahnhof geführt werden. So wird hinter dem Gebäude des Westbahnhofs ein Areal frei bis Hütteldorf, ein Band, 6km lang und bis zu 200m breit. Der Prozess der Transformation hat also bereits eingesetzt, und es ist die Frage zu stellen, wie grundsätzlich mit so einem Gebiet umzugehen ist. In den zwei oben angeführten Beispielen erkennt man, dass solche Prozesse eine ganze Stadt auf viele Generationen beeinflussen. Dazu führen wir ein Gespräch mit dem Architekten Michael Hofstätter der Gruppe PAUHOF.
PAUHOF, 1986 gegründet von Michael Hofstätter und Wolfgang Pauzenberger, beschäftigt sich seit jeher mit urbanen Transformationen. Das den 14. und 15. Bezirk durchschneidende horizontale Band zwischen Westbahnhof und Hütteldorf bietet großes Potential für Erleben der städtischen Topografie, modernen Stadtraum, Freiraum, Grünraum, Verzahnung mit der umliegenden Stadt, klimatische Einflüsse, Verkehrsführung, urbane Akzente und Dichte etc. Aufgrund der urbanen Bedeutung ist es daher von immanenter Wichtigkeit, dass bei diesem Areal ein transparenter interdisziplinärer Prozess mit Einbindung der Fachwelt öffentlich auseinander gesetzt wird.

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