a palaver Sendungen aktuell

Geschrieben von Redakteur am 24. Dezember 2011 | Abgelegt unter apalaver Sendung

A palaver schärft nach.

A palaver – die Architekturradioreihe von Bernhard Frodl und David Pasek gibt es seit 2002, also seit dreizehn Jahren. In diesem Zeitraum haben wir 153 Sendungen produziert und so hoffentlich einen Teil zur Kultur des Architekturdiskurses beigetragen.
Bis zum Herbst 2015 wird es keine neuen Sendungen geben. Wir widmen die Zeit, die wir sonst für Sendungsproduktion investieren, dem Nachdenken, ob es noch besser geht, was unser Format für die Hörer und für uns wertvoller machen würde und welche Themenstränge wir weiter verfolgen möchten.
Auch Sie können die Zeit bis zu den neuen Ausgaben nutzen und sich aus unserem reichhaltigen Archiv bedienen.

“Architektur ist eine der wertvollsten kulturellen Denk- und Wissensformen der Gesellschaft. Raumvorstellungen sind Ordnungsmodelle, deren epistemologischer Gehalt für die Konstitution einer Gesellschaft von höchster Bedeutung ist: die Organisation der menschlichen Zeit und des menschlichen Raumes.” Frei Otto

kommende Sendung:
Montag 2015 06 01 13:00-14:00 – radio O94

Wir wiederholen die Sendung aus dem Jahr 2002:
Wir bringen eine Wiederholung unseres ersten Radiogesprächs mit Max Rieder. Dieses ist schon etwas länger her aber viele Aspekte sind nach wie vor aktuell. Manche der besprochenen Stadtprozesse haben sich verändert andere bewahrheitet oder sind noch verstärkt eingetreten. Max Rieder agiert auch als Mediator und dachte intensiv über die Rolle der Architekten nach, über den öffentlichen Raum und über Strategien bei der Stadtentwicklung nach.

153. a palaver
_153__ 2015 02 02__ RATAPLAN (mp3|stream)

RATAPLAN sind fünf Architektinnen und Architekten die sich Ende der 1990er Jahre formiert haben, und damit ein Vorreiter der Architekturgruppen in Österreich überhaupt sind. Dabei geht diese Gruppe dynamisch weiter als vergleichbare Gruppen und so ergibt sich Arbeitsteilung lediglich aus Wissensschwerpunkten von bereits absolvierten Projekten und an entscheidenden Weggabelungen im Entwurfsprozess sind möglichst Alle beteiligt. Dieses Selbstverständnis erlaubt es RATAPLAN auch mit komplexen Auftraggeberstrukturen gut umzugehen – wie im Fall der Erneuerung der Wiener Arena – ein Projekt, dass Allen in der Stadt ein Begriff ist und bei dem es 80 Auftraggeber und 18 beteiligte Magistratsstellen und Ämter gab. Das Projekt dauerte rund zehn Jahre und auch noch jetzt werden die Architekt_Innen bei Umbauten und Änderungen zu Konsultationen eingeladen.
Mehrere Jahre habe ich im Wiener Literaturhaus gearbeitet – einem Projekt, dass entstanden ist, bevor die Gruppe zu Ihrem Namen und Ihrer endgültigen Besetzung kam, dass ich aber als einen sehr inspirierenden und großzügigen Arbeitsplatz empfand.
Zum Gespräch trafen wir fast alle – Susanne Höhndorf – Martina Schöberl – Rudi Fritz – Gerhard Huber – nur Friedel Winkler fehlte. Damit es im Besprechungsraum auch schön voll wird kam A palaver in voller Besetzung – Kathrin Schelling, Bernhard Frodl und David Pasek.

152. a palaver
_152__ 2015 02 02__ Studio Asynchrome (mp3|stream)

Studio Asynchrome – Niemandsräume
zu Gast: Marleen Leitner und Michael Schitnig

Die Diplomarbeit kann der spannendste Moment im Studium werden, vor allem, wenn man sich ein sehr ambitioniertes Thema sucht. An der TU-Graz ist dies Marleen Leitner und Michael Schitnig ganz exzellent gelungen: Ihr Anspruch war es, architektonische und teilweise auch gesellschaftliche Utopien aus ganz unterschiedlichen Epochen zu Erforschen und dabei auf aktuelle Relevanz abzuklopfen. Damit das auch aus künstlerischer und erzählerischer Sicht spannend und unkonventionell wird, wählten die Beiden das graphic Novel als Medium, das bedeutet die Reise durch die Utopien ist ein Comic. Marleen und Michael werden als Comicfiguren selbst zu Protagonisten der Reise und treten in Dialog mit den historischen Figuren. Das führt zu einer erfrischend offenen subjektiven Ebene, die man in anderen architekturtheoretischen Werken nicht finden wird.
Wenn man es sich aber mit der Diplomarbeit so schwer macht, kann es gelingen, dass diese auch so relevant wird, dass eine Publikation fast zwingend ist – so gibt also zum Buch Niemandsräume das wir in dieser Sendung besprechen, aber auch das Studio Asynchrome, in dessen Rahmen Marleen und Michael Ihre Tätigkeit in diesem Geist enthusiastisch fortsetzen.

Wieder ein Gespräch mit Unterstützung von Kathrin Schelling!

151. a palaver
_151__ 2015 01 05__ Johannes Zeininger (mp3|stream)

Johannes Zeininger führt ein renommiertes Architekturbüro am Spittelberg, unterrichtet Architektur und Hochbau und ist auch sehr intensiv in der IG-Architektur engagiert. Wohltuend ist dabei immer seine offene und couragierte Vorgangsweise.
Das Gespräch beleuchtet das Berufsbild von Architekt_Innen, verweist auf einige Risiken und Bedrohungen, konzentriert sich aber trotz allem auf die Chancen und die Stärken der heimischen Architekturszene. Sehr Hörenswert ist auch die Erläuterung von PPP: Private – Public – Partnership. Architekt Zeininger erzählt auch von seiner Leidenschaft für Brücken – einem verbindenden und prägenden Bauteil im Stadtgefüge.
Diesmal eine Sendung mit Verstärkung – wenn auch noch etwas wenig zu Hören – wir danken Kathrin Schelling!

150. a palaver
zum Thema Wiener Parkbetreuung mit Torsten Peer-Englich
_150__ 2014 12 01__ zum Thema Parkbetreuung (mp3|stream)

Wir führen ein Gespräch mit Torsten Peer-Englich, der für den Wiener Familienbund die Parkbetreuung organisiert und leitet. Dabei geht es um ein niederschwelliges, sozialpädagogisches Angebot an Kinder und Jugendliche, um sie dabei zu Unterstützen, sich im öffentlichen Raum zu Orientieren und diesen freudvoll zu Nutzen. Da das Angebot auf Freiwilligkeit beruht, ist ein Erziehen nicht möglich und die Parkbetreuer können unter Umständen zu Vertrauenspersonen abseits von Elternhaus und Schule werden und so bei der Suche nach der eigenen Identität der Jugendlichen eine Rolle spielen.
Ein besonderes Highlight der Parkbetreuung ist jedes Jahr die „BauwerkStadt“ im Draschepark, über den wir uns sicher auch unterhalten werden. Mit einem Mikrofon haben wir die Kinder im August dort besucht und werden auch deren Statements einspielen.

149. a palaver
ur5anize! – safe city
Internationales Festival für urbane Erkundungen von derivé
_149__ 2014 10 06__ ur5anize! – safe city (mp3|stream)

Unsere Gäste sind Elke Rauth und Christoph Laimer, die mit vielen anderen und einem geringen Budget das spannende urbane Festival konzipiert haben.

Safe city ist ein weites Feld und ein Thema, dass derivé seit dem ersten Heft begleitet. Es ist ein Aspekt, der die aktuelle Stadt immer stärker prägt, die Bewegungsfelder vieler Städter einschränkt, die Abläufe des städtischen Lebens verändert, der aber auch ein großes Geschäft ist. Das Festivalprogramm beleuchtet viele dieser Themen. Der Diskurs ist die richtige Basis um sich der Problematik aus allen möglichen Perspektiven annähern. Dabei lernt man die gefinkelten Zusammenhänge und Mechanismen kennen und enthüllt die Kräfte, die dahinter stecken.

Auf das Gespräch waren wir selbst gespannt, denn nach langer Zeit sendeten wir wieder einmal live und ohne doppelten Boden – aber es ging Alles gut!

hier ein kleines Video von der Eröffnung am Karlsplatz mit dem Wiener Beschwerdechor:

148. a palaver
Ein Rundgang durch die Leopoldstadt mit Schülerinnen und Schülern der Volksschule Wolfgang Schmälzl Gasse
_148__ 2014 09 01__ Volksschüler entdecken die Leopoldstadt (mp3|stream)

Heute hört Ihr und hören Sie eine etwas andere Geschichte. Erzählt von Schülerinnen und Schülern der MSK A, einer Mehrstufenklasse der Volksschule Wolfgang Schmälzl Gasse in der Leopoldstadt, dem 2. Bezirk in Wien. Die Schüler, das sind Laura, Nuria, Lilly, Flora, Constantin, Vincent und Marius. Die Kinder werden von Gabriele Lösch, eine ihrer Lehrerinnen begleitet. Zur Erklärung: Die Mehrstufenklasse ist ein Schulversuch, bei dem die Kinder der ersten vier Schulstufen gemeinsam eine Klasse besuchen. Bei unserem Rundgang sind Schüler aus allen vier Schulstufen dabei. Das Jahresthema der MSK A war im letzten Schuljahr die Leopoldstadt. Zu diesem Thema wurden viele Ausflüge unternommen und einiges gesehenes nachgebastelt, wie zum Beispiel das Riesenrad. Die Ausflüge führten zum jeweiligen Wohnhaus von jedem Kind, von Ufer zu Ufer, also vom Donaukanal bis zur Donau als Wanderung, ins Bezirksmuseum um nur einige Aktivitäten zu nennen. Möglich gemacht wurde dies durch das Engagement der beiden Lehrerinnen Gabriele Lösch und Astrid Kaufmann.
Heute erzählen die Kinder, was sie gelernt haben. Es geht um Wahrnehmung der Stadt, in dem, was wir sehen, hören und riechen und wie wir uns bewegen. Raumperzeption, das ist die Raumwahrnehmung ist ja die erste Stufe der Erkenntnis. Es geht darum, die unterschiedlichsten Codes der Stadt zu verstehen.
Der Rundgang führt uns durch das Viertel: Beginnend bei der Schule in der Wolfgang Schmälzl Gasse, dann zum Max Winter Platz, dann in die Stuwerstraße, dann zur Ausstellungsstraße, zur Venediger Au, zum Riesenrad und auf den Praterstern zum Tegetthoff Denkmal.

147. a palaver
Zur Person Hans Hollein
_147__ 2014 08 04__ Hans Hollein (mp3|stream)

Hans Hollein erweiterte das Feld der Architektur und das Bild des Architekten: Als erfolgreicher Absolvent der Akademie für Bildende Kunst bekam er die Chance die Welt jenseits des Atlantiks kennen zu lernen und an amerikanischen Universitäten zu studieren. Zurück in Wien, verstand er sich als Ideaman und ging ab Anfang der Sechziger daran, die Architektur vom Bauen zu befreien – als Konzept sollten Pillen Architekturgefühle erzeugen oder ein Raumspray – Svobodair – derartiges im Menschen auslösen.
Vorbehaltlos verschränkte Hollein das Berufsbild mit den neuen Medien – und dachte diese über die damaligen Möglichkeiten weit hinaus. Zentral und noch ganz neu war damals das Telefon und das Fernsehen, dass Hollein vom Prinzip bis zum Smartphone weiter dachte – nur die heutigen Möglichkeiten der Miniaturisierung konnte sich damals auch er nicht vorstellen. Auf der anderen Seite ging er mit dem eigenen medialen Bild frech und spielerisch um. Ergänzend diente da auch die Zeitschrift Bau der Zentralvereinigung der Architekten, die Hollein auch redaktionell betreute und die zum Sprachrohr einer jungen Architekturgeneration wurde. Zentral und bis heute wichtig ist sein Text Alles ist Architektur der am Titelblatt von Bau 1/1968 erschien und als Motto immer wiederkehrte.
Wie immer blieb Wien gegenüber Hans Hollein als Architekt anfangs reserviert und so blieb das kleine, aber preisgekrönte Kerzengeschäft Retti ein fast einsames Ausrufzeichen während die wichtigen Projekte international umgesetzt wurden. Wichtige Elemente in den Projekten Holleins ist einerseits die Begehbarkeit der Architektur als Landschaft – wie zB. beim Museum Abteiberg in Mönchengladbach, der Volksschule Köhlergasse in Wien, aber auch beim Vulcania Museum in der Auvergne – und andererseits die Leichtigkeit und Vorbehaltlosigkeit im Umgang mit archaischen Grundelementen der Architektur.
Zentrale Aufgabe waren im Büro Hollein auch Ausstellungen, die kollektiv als Erinnerung der Stadt hängen blieben – so zB. 1983 Die Türken vor Wien und Traum und Wirklichkeit 1984 im Künstlerhaus.
Das MAK widmet der frühen Phase von Hans Holleins Schaffen eine ausführliche Ausstellung, deren Konzeption schon vor dem Ableben des Architekten im Frühjahr 2014 begann und viele Zeichnungen und Modelle überhaupt das erste Mal öffentlich zeigt. Die Kuratoren, Marlies Wirth, mit der wir ein längeres Gespräch führen konnten, und Wilfried Kuehn suchten in den Archiven auch gezielt nach Arbeitsmodellen und Skizzen um erstmals auch Entstehungswege zu zeigen. Zur Ausstellung wird auch eine Publikation erscheinen.

Zum Abschluss der Sendung liest Helga Kusolitsch Hans Holleins Manifest Alles ist Architektur aus dem Jahr 1967.

Die Ausstellung Hollein im MAK ist bis 5. Oktober zu sehen. Die Website www.hollein.com
bietet einen umfassenden Überblick über das Werk von Hans Hollein.

146. a palaver
Much Untertrifaller
_146__ 2014 07 07__ Much Untertrifaller (mp3|stream)

Much Untertrifaller führt gemeinsam mit Helmut Dietrich das Büro Dietrich | Untertrifaller Architektur. Der Start in sein Berufsleben ist Ihm in bester Erinnerung geblieben: Schon als Student an der TU Wien gewann er in Vorarlberg Architekturwettbewerbe und konnte mit interessierten Bauherrn rasch viele seiner Ideen mit großem Enthusiasmus umsetzen. Die Zeit des Planens ohne Konzession – als Baukünstler – ist auch im westlichsten Bundesland mittlerweile Geschichte. Die Ansprüche an die Qualität der Planung in der Architektur und ihrer Umsetzung sind geblieben. Diese werden sowohl von den privaten als auch den öffentlichen Auftraggebern eingefordert. Auch öffentliche Auftraggeber – die Politik – sind offen genug, den Architekt_innen die notwendigen Handlungsspielräume einzuräumen. Dass es da innerhalb Österreichs große Unterschiede gibt, kann unser Gesprächspartner aus erster Hand beurteilen, pendelt er doch zwischen Bürostandorten in Bregenz, Wien und St. Gallen in der Schweiz.
Gemeinsam nähern wir uns dem Begriff des Experiments in der Architektur, und der Rolle, die es im Werk von Dietrich | Untertrifaller einnimmt. Einer der Eckpfeiler der Entwürfe ihrer Architektur ist Topographie, die Einbettung des Baukörpers in seine Umgebung.

145. a palaver
John Lin – Rural Urban Framework (RUF)
_145__ 2014 06 02__ John Lin – Rural Urban Framework (mp3|stream)

China is changing profoundly: people are moved to the cities in large scale – actually already more than 50% are urban citizens and the percentage should go up significantly until 2030. This has also enormous effects on the rural areas. In order to explore this effect John Lin and Joshua Bolchover found a studio at the University of Hong Kong.
The objective of their work is to engage in the rural-urban transformation of China through built projects, research, exhibitions and writing. They operate as a non-for-profit and collaborate with charities, private donors, Chinese Governmental Bureaus, and other Universities.
One of their projects, the “House for all Seasons” in the Shaanxi province won the prestigious “Wienerberger Bricks Award 2014” in category “residential”. The press conference gave us the chance to talk to John Lin, who suffered a serious jet lag: He was born in Taiwan and his family moved to the USA when he was eight. Later he studied architecture at the Cooper Union and came by chance, via Denmark to Hong Kong…

144. a palaver
Architekt Matthias Mulitzer
_144__ 2014 05 05__ Matthias Mulitzer (mp3|stream)

Matthias Mulitzer ist Architekt und in der Klarheit seines Zugangs und der Logik seiner Abläufe ist vieles erstaunlich und sympathisch: Das Thema seiner Diplomarbeit war ein Kloster in Salzburg und das stellte die Weichen für seine Tätigkeit und Passion bis heute. Mit der Diplomarbeit als Basis wurde er mit der Planung der gesamten Klosteranlage beauftragt. Die Zeitläufe in solchen Einrichtungen sind von gewöhnlichen Abläufen entkoppelt und so kann es leicht sein, dass an so einem Vorhaben schrittweise 15 Jahre lang gebaut wird. So konzentriert, wie man sich das Leben eines Mönchs oder einer Schwester vorstellt, ist wohl auch der Zugang von Matthias Mulitzer: er arbeitet allein und obwohl er der digitalen Welt nicht abgeneigt wird, zeichnet er alles mit der Hand, fertigt Pläne zumeist bis zum Format A3, um auch den Umgang damit einfach zu halten. Als international anerkannter Experte für Klöster hat er auch eine Anlage in Venezuela konzipiert und betreut auch deren Umsetzung. Aus seismischen Gründen ist es dort notwendig ein Skelett aus Stahlbetonrahmen zu bauen. Dieses ist komplett und somit ist die Geometrie für die weiteren Projektphasen fixiert, auch wenn die Ausfachung mit Adobeziegeln erst nach und nach erfolgt.
Aber Matthias Mulitzer hat auch weltliche Auftraggeber, die mit neuen Bauaufgaben wiederkehren. Diese reichen von einer Scheune für Bücher bis zur Bankfiliale am Stephansplatz in Wien.

143. a palaver
soma architecture
_143__ 2014 04 07__ soma (mp3|stream)

soma verstehen sich nicht nur als Gruppe von Architekten, sondern auch als Forschungsnetzwerk, das sich über verschiedene Universitäten und Projektpartner erweitern kann. In der programmatischen Entwicklung von Themen verschafft die Arbeitsweise der Kooperation den Beteiligten große Vorteile, da sich soma nicht als Einzelkämpfer sehen. Wenn sich eine Fassade wie Fischkiemen bewegen können soll, werden dann Bioniker und andere Fachleute hinzugezogen. Innovationen halten für die Architekten von soma die Projekte bis in die Realisierungsphase hinein spannend. Im Vorfeld muss da natürlich bereits einiges an Überzeugungsarbeit geleistet werden. Die Verdichtung von Entwürfen passiert aus einem anfänglich gewünschten Zustand der Unschärfe Schritt für Schritt. Wobei sich Raumflüsse und Funktionen in die komplexen Geometrien hineinprägen.
Die Umsetzung solch anspruchsvoller Entwürfe in die Realität gelingt trotz durchschnittlicher Baubudgets mithilfe eines sehr konzentrierten Kernteams, das um entsprechende Fachplaner_innen und Expert_innen ergänzt wird. soma bezeichnen sich selber als Junkies, was die Erfahrung mit Realisierungen und Baustellen betrifft. Intensive Zusammenarbeit mit den ausführenden Firmen ist eine Voraussetzung für erfolgreiche Umsetzung komplexer Bauteile.
soma sind international tätig, trotzdem gibt es in Österreich gleich zwei Bürostandorte – in Wien und Salzburg. Im Gespräch kann man den berechtigten Grund dafür nachhören.

soma sind die Architekten Kristina Schinegger, Martin Oberascher und Stefan Rutzinger.

142. a palaver
Werner Neuwirth
_142__ 2014 03 03__ Werner Neuwirth (mp3|stream)

In seiner Jugend im Gailtal in Kärnten kam Werner Neuwirth oft längere Zeit ohne Worte aus – die Natur und die Tätigkeiten waren selbstverständlich und mussten nicht weiter erklärt und reflektiert werden. Mit der Architektur hält er es ähnlich und bleibt programmatisch im Hintergrund. In der aktuellen Version ist seine Homepage schon ungewöhnlich sperrig – gegenüber dem ursprünglichen Konzept ist es aber schon fast benutzerfreundlich.
Wenn er spricht, dann nicht über einzelne seiner Projekte, sondern über die Kommunikation der Bauten in der Stadt und über die Zeit hinaus, über Rahmenbedingungen der Entstehung und über die Fähigkeit der Menschen sich Strukturen frei anzueignen. Für ihn ist es der falsche Weg, an die Planung aus dem Blickwinkel des Problems heran zu gehen und sinnfreie Ansätze bringen für ihn die spannendsten Ergebnisse – dies hat sich oftmals bewährt und auch zu beachtlichen Erfolgen bei Wettbewerben geführt.

www.2824.org

141. a palaver
_141__ 2014 02 03__ Bogdan Bogdanovic (mp3|stream)
Den Toten eine Blume – die Denkmäler von Bogdan Bogdanovic

Friedrich Achleitner lernte Bogdan Bogdanovic über dessen Literatur in seinem Exil in Wien kennen. Erst mit der Zeit eröffnete sich ihm sein vielschichtiges Œuvre wie auch das bewegte Leben des serbischen Architekten, Literaten, Zeichners, Stadtforschers und des kurzzeitigen Belgrader Bürgermeisters. Achleitner besuchte mit Bogdanovic einige seiner rund 20 Mahnmäler und Gedenkstätten im früheren Jugoslawiens, die von 1951 bis 1981 entstanden. Achleitner ist von der archaischen aber eigenständigen Formensprache fasziniert, die auch sehr tief mit dem jeweiligen Ort verwurzelt ist und die Erinnerung an vielfach schwer fassbare Ereignisse aus der Gemeinschaft schöpft. Achleitner besuchte in weiteren Exkursionen nach und nach alle Gedenkorte und erfüllt ein Versprechen, dass er Bogdanovic, vor dessen Tod gegeben hat. Er versammelt alle diese Orte in einem Buch, das seit Ende 2013 auf Deutsch und Englisch vorliegt. Eine besondere Qualität sind die Fotos, die von Friedrich Achleitner selbst stammen und auch Momente des alltäglichen Lebens an diesen Orten einfangen.
Ergänzende und wertvolle Aspekte zu verschiedenen Hintergründen bringt Doris Lippitsch in das Gespräch ein, Chefredakteurin des Magazins Quer. Sie hat mit Bogdanovic eine Reihe von Gesprächen geführt.

Friedrich Achleitner
Den Toten eine Blume – Die Denkmäler von Bogdan Bogdanovic
Zsolnay Verlag, Wien (DE) – ISBN: 978-3-552-05647-3
€ 35,90 (A)

A Flower to the Dead – The Memorials of Bogdan Bogdanovic
park books, Zürich (ENG) – ISBN: 978-3-906027-35-7

Gestaltung
lenz+ büro für visuelle gestaltung, Gabriele Lenz und Elena Henrich

140. a palaver

David Nixon

space architecture

_140__ 2014 01 06__ David Nixon (mp3|stream)

David Nixon started as conventional architect but his field of interest turned towards topics related with the exploration of space. With Jan Kaplicky he founded the progressive architecture office future systems in London and from the late seventies on they could work on projects together with NASA. They defined themselves as an idea laboratory against dullness.

As a pioneer of space architecture David Nixon co-established the position of architects within the design process in the space industries that nowadays is far beyond just drawing and choosing the color for the walls but is integrated in the early concept stages… We talk about the problem of waste in the orbit and about the actual circumstances for the scene after the end of the space-shuttle flights

Today there is a very important lesson for terrestrial architecture to learn from architecture in space: how to seriously deal with recycling and the reuse of material in order to stop all the waste. David Nixon talks also about the uprising question of the future use of the ISS and about a book he has prepared on the design process of the international space station and that will hopefully be published soon.

I met him last november in Prague, in café Slavia just across street of the national theater, a day after the opening of his fascinating exhibition “Thresholds of Space” at the National Library of Technology.

an article on this topic published in QUER in german:

Ideenlabor gegen die Trägheit

Ein Gespräch mit Architekt David Nixon

139. a palaver

Pez Hejduk

Architekturfotografie

_139__ 2013 12 02__ Pez Hejduk (mp3|stream)

Wir stellen Pez Hejduk die ganz grundsätzliche Frage, welche Rolle die Architekturfotografie für die allgemeine Rezeption der Architektur spielt und inwiefern die Entwurfsabsichten der Architekt_innen beim Fotografieren einfließen können. Welchen Einfluß haben für die Architekturfotografin Erwartungshaltungen, die durch Renderings geweckt werden?

Wir gehen der Frage nach warum Architektur doch am besten nach dem letzten Arbeitsschritt und vor dem Einzug fotografiert werden sollte – und was die Architekturfotografie im Gegensatz zur Architektur nicht aushält und wieso die Fotografin oftmals auch mit Hand anlegt.

Das Gespräch dreht sich um die rasante Entwicklung durch die digitale Revolution, die neben der total veränderten Arbeitsweise auch einen Verlust der Kontrolle bei der Vermarktung gebracht hatte, der sich existenzbedrohend auswirkt(e). In Zusammenarbeit der IG-Architekturfotografie und der Architektenkammer für Wien, Niederösterreich entstand dazu ein Leitfaden.

Nicht unerwähnt bleiben auch die Reportagen, mit denen Pez Hejduk jahrelang das Architekturzentrum Wien und die Wiener Secession begleitet hat.

vor ort_on site

Die Monografie der Architekturfotografin Pez Hejduk.

www.pezhejduk.at

138. a palaver

Oliver Schürer

A Palaver bringt ein Gespräch mit dem Autor, Kurator und Forscher Oliver Schürer. Er arbeitet als Senior Scientist am Fachbereich Architekturtheorie der Technischen Universität Wien.

Den Schwerpunkt der Sendung bilden zwei seiner Bücher: „Berufsfeld Architektur 1.0“ und das kürzlich erschienene „Automatismen und Architektur: Medien, Obsessionen, Technologien“.

„Berufsfeld Architektur 1.0“ Bestandsaufnahme und Zeitdiagnose

Oliver Schürer, Helmut Goller (Hg.).Lit-Verlag, 2008, ISBN 978-3-8258-1100-6

Das Buch untersucht die konkreten Arbeitsbedingungen von Architekturschaffenden in Österreich. Es wird versucht die Mythen, die sich in der Allgemeinheit als die Sichtweise auf diese Berufsgruppe festgesetzt haben, aufgrund einer systematischen Erhebung, zu entkräften.

„Automatismen und Architektur“ Medien, Obsessionen, Technologien

Oliver Schürer, Springer, Nov. 2012, ISBN: 978-3-99043-217-4

Ihr Blick auf die Architektur, aber auch auf die Gesellschaft, kann sich durch die Lektüre dieses Buches verändern. Unter dem Begriff „Automatismen“ stellt sich sicherlich jeder etwas anderes vor, und selbst nach dem Studium dieses umfassenden Werkes wird dies wohl so bleiben – allerdings auf einem ganz anderen Niveau und mit geschärftem Blick. Der Autor schürft einerseits ganz tief, um bis zu den Wurzeln der Entwicklung und des Begriffes vorzudringen, andererseits zeigt er anhand von exemplarischen und überraschenden Beispielen auf, welche Rolle Automation in Projekten spielen kann. Dies beginnt bei Houdins Zaubermaschinen, führt über Entwurfstechniken Antonio Gaudis bis zu rein intellektuellen Ansätzen von Superstudio, die ein weltumspannendes universelles Raster der Infrastruktur angedacht hatten.

Der rote Faden des Buches ist das Verhältnis von Mensch und Maschine, sei es als Erweiterung der menschlichen Extremitäten im Sinne von Werkzeugen, sei es durch Räume, die mit den Besuchern spielen, wie Ada, der invertierte Cyborg – eine „intelligente“ Installation im Schweizer Pavillon auf der Expo 02, der den Besuchern einiges abverlangt. Dass es Gesellschaftsformen gab, die mit Technologien völlig anders umgegangen sind, zeigt eine Exkursion ins antike Griechenland sowie der Diskurs um die Folgen der Einführung der schriftlichen Aufzeichnung für die Kultur und davon ausgehend das Verständnis von „angewandter Technologie“ im Verhältnis zum kostengünstigen Potenzial der Sklavenarbeit sowie Technologien der „Muse“ für geistige oder religiöse Zwecke. Die Annäherung dieser beiden Pole führte zu einem fundamentalen Wandel der Ethik.

Neben der absoluten fachlichen Sicherheit und dem umfassenden Wissen von Oliver Schürer besticht das Buch durch gute Lesbarkeit, die auch dem Ansatz zu verdanken ist, alle wichtigen Verweise in den Text zu integrieren, sodass der Leser entgegen den Erwartungen ohne Sekundärliteratur auskommt. (David Pasek – erschienen im QUER-magazin)

www.a-theory.tuwien.ac.at/schuerer

_138__ 2013 11 04__ Oliver Schürer (mp3|stream)

137. a palaver

sam-architecture

Boris Schneider – Paris

In Frankreich gibt es Architekturwettbewerbe, deren Rahmenbedingungen wesentlich besser sind, als es bei Verfahren hierzulande üblich ist. Das Architekturbüro querkraft konnte mit dem Büro sam-architecture vor kurzer Zeit ein Verfahren für einen Wohnbau in Paris für sich entscheiden und Jakob Dunkl hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass die spannende französische Architekturszene hierzulande medial zu wenig Beachtung findet, was wir als Aufforderung annehmen.

Sie hören also ein Gespräch mit dem deutschstämmigen Architekten Boris Schneider, der sein Büro – sam architecture – in Paris betreibt. Nach dem Abitur hat er seine Architekturausbildung in Frankreich und Italien absolviert, hat bei Renzo Piano und Jean Nouvel gearbeitet.

In der Frühphase konnte sein Büro beim Wettbewerb um das gigantische „The Seoul Performing Arts Center“ die finale Runde erreichen. Seither gibt es eine Reihe von Erfolgen bei Projekten in etwas übersehbarer Dimension.

Wir sprechen über die Architekturszene in Paris, den Stellenwert von Renderings in Frankreich, über den Platz, den Architektur in Frankreich in den Medien einnimmt und warum es eine gute Idee ist, im Büro eine BMW 1200GS zum Inventar zu zählen…

_137__ 2013 10 07__ sam-architecture / Boris Schneider (mp3|stream)

136. a palaver

grundstein ARCHITEKTEN

grundstein ist als offenes Kollektiv von Architekt_innen und Künstler_innen um den sind fünf Architektinnen und Architekten die sich Ende der 1990er Jahre formiert haben, und damit ein Vorreiter der Architekturgruppen in Österreich überhaupt sind. Dabei geht diese Gruppe dynamisch weiter als vergleichbare Gruppen und so ergibt sich Arbeitsteilung lediglich aus Wissensschwerpunkten von bereits absolvierten Projekten und an entscheidenden Weggabelungen im Entwurfsprozess sind möglichst Alle beteiligt. Dieses Selbstverständnis erlaubt es RATAPLAN auch mit komplexen Auftraggeberstrukturen gut umzugehen – wie im Fall der Erneuerung der Wiener Arena – ein Projekt, dass Allen in der Stadt ein Begriff ist und bei dem es 80 Auftraggeber und 18 beteiligte Magistratsstellen und Ämter gab. Das Projekt dauerte rund zeh/stronga href=”http://www.grundstein.cc”n Jahre und auch noch jetz141. a palaver pt werden die Architekt_Innen /a/pbei Umbauten und Änderungen zu Konsultationen eingeladen.
Mehrere Jahre habe ich im Wiener Literaturhaus gearbeitet – e
_142__ 2014 03 03__ inem Projekt, dass entstanden ist, bevor die Gruppe zu Ihrem Namen und Ihrer endgültigen Besetzung kam, dass ich aber als einen sehr inspirierenden und großzügigen Arbeitsplatz empfand.
Zum Gespräch trafen wir fast alle – Susanne Höhndorf – Martina Schöberl – Rudi Fritz – Gerhard Huber – nur Friedel Winkler fehlte. Damit es im Besprechungsraum auch schön voll wird kam A palaver in voller Besetzung – Kathrin Schelling, Bernhard Frodl und David Pasek.

/strong Die Türken vor Wien/strong Kern von Irene Prieler und Michael Wildmann konzipiert.

Der Ansatz ist darauf angelegt prototypische Aufgaben mit hohem Innovationsgrad zu lösen. Grundlage sind dabei die ganz unterschiedlichen Blickwinkel, die ein Entwurfsprozess im Netzwerk eröffnet. Diese Strategie wird in jedem Maßstab eingesetzt und hat sich bei so verschiedenartigen Aufgaben bewährt wie einem Einfamilienhaus im Selbstbau, einer Sonderschule in Linz oder dem offenem Bücherregal in Wien.

Weil Irene aktuelle Lehr- und Lernerfahrung an verschiedenen Universitäten gesammelt hat, diskutieren wir die verschiedenen Ansätzen der Architekturlehre.

Weiters beschäftigen wir uns mit dem Sinn und Unsinn der Reglementierung im Bauwesen und der Frage, ob die Gebäude dadurch besser werden.

Im Rahmen unserer Frage nach dem Ort, den Architekturinteressierte besuchen sollten, lernen wir eine nahezu universal anwendbare Strategie kennen, um mit Städten vertraut zu werden…

Neben der Tätigkeit innerhalb von grundstein engagieren sich Irene Prieler und Michael Wildmann für die Verbesserung der Rahmenbedienungen für die Architekturproduktion im Rahmen der IG Architektur und Wonderland.

www.grundstein.cc

www.wonderland.cx

www.ig-architektur.at

_136__ 2013 09 02__ grundstein ARCHITEKTEN (mp3|stream)

135. a palaver

Bauzaungäste / Temporäre Arbeitsplätze

In Wien wird gerade ein ziemlich hohes Haus von Dominique Perrault fertig gestellt. Ganz am Anfang war nur einfach ein großes Loch da und ab diesem Zeitpunkt fanden sich Juliane Adler und Katharina Kantner als Gäste am Bauzaun ein und dokumentierten fotografisch aber auch mittels Fragebögen und Gesprächen das Entstehen der vier Meter starken Fundamentplatte.

Die Arbeit an diesem Bauteil, der jetzt nicht mehr sichtbar ist, wurde schon im Winter begonnen und die Bauzaungäste hielten alle Arbeitsschritte der Eisenflechter und Schalungsbauer fest. Eine Auswahl an Fotos wurde in der Kantine der Arbeiter ausgestellt aber auch einer breiteren Öffentlichkeit sollten diese Bilder zugänglich gemacht werden. Dafür entwarfen die Bauzaungäste Objekte aus Bewehrungsstahl und Beton, die sogenannten Bildträger, die die Logik des Fundament auf den Kopf stellen und die nach einem längeren hin und her am Schrödingerplatz im 22. Bezirk aufgestellt wurden und aktuell bespielt werden.

Temporäre Arbeitsplätze

Fotoinstallation zur Bauweise mit Stahlbeton

4. Juli – 28. November 2013

Schrödingerplatz, 1220 Wien, U1 Kagran

Die Fotos werp/pden 4-mal gewechselt.

Anordnung 1 ist bis zum 14. August zu sehen.

Am 15. August eröffnen wir die 2. Anordnung.

http://bauzaungaeste.soup.io

Am Eröffnungsabend komponierte Gerhard Senz aus live erstellten Sounds der Objek141. a palaver ptträger eine Klangperformance.

_135__ 2013 08 05__ Bauzaungäste (mp3|stream)

134. a palaver

ein Gespräch mit Max Rieder

A palaver hat (strenge) Prinzipien: unsere Gäste dürfen erst 100 Sendungen nach einem ersten Gespräch wiederkommen. Den Beginn einer zweiten Runde leitet Max Rieder ein, mit dem wir Ende 2002 ein inspirierendes Gespräch im Cafe Westend geführt haben.

Wie hat sich die Welt seither entwickelt? Welche unserer damaligen Themen blieben aktuell, was hat sich anders entwickelt und was hat an Relevanz verloren? Max Rieder blickt zurück, formuliert knackig und denkt mit uns laut über das Experiment im Wohnbau nach, über die passende Menge von öffentlichen Raum nach und plädiert für die Akzeptanz der Ungleichheit und der Brüche in der Stadt bei guter Durchmischung von Nutzungen und sozialen Situationen. Wie oft, wenn Wien Thema ist, arbeiten wir uns an der Gründerzeit ab und vergleichen die Logik der Bauträger, die im Wesentlichen die Stadt einförmig formt.

Max Rieder hat Wasserbau studiert, die Meisterklasse bei Hans Hollein absolviert, arbeitet auch als Mediator und hat kürzlich den Lehrgang als Bauträger absolviert. Architektur ist für Ihn eine soziale Kunst.

www.kooperativerraum.at

_134__ 2[nggalle/em/pp/strongry id=40]/a01 der am Titelblatt von Bau 1/1968 erschien und als Motto immer wiederkehrte.
Wie immer blieb Wien gegenüber Hans Hollein als Architekt anfangs reserviert und so blieb das kleine, aber preisgekrönte Kerzengeschäft Retti ein fast einsames Ausrufzeichen während die wichtigen Projekte international umgesetzt wurden. Wichtige Elemente in den Projekten Holleins ist einerseits die Begehbarkeit der Architektur als Landschaft – wie zB. beim Museum Abteiberg in Mönchengladbach, der Volksschule Köhlergasse in Wien, aber auch beim Vulcania Museum in der Auvergne – und andererseits die Leichtigkeit und Vorbehaltlosigkeit im Umgang mit archaischen Grundelementen der Architektur.
Zentrale Aufgabe waren im Büro Hollein auch Ausstellungen, die kollektiv als Erinnerung der Stadt hängen/aemem/p blieben – so zB. 1983 /a/a3 07 01__ maxRIEDER (mp3|stream)

133. a palaver

p.good – Praschl-Goodarzi architekten

Azita Praschl-Goodarzi und Martin Praschl betreiben seit 1997 das Architekturbüro p.good in Wien. Über Jahre hat es sich ergeben, dass sich sehr viel an Expertise zum Wohnbau angesammelt hat – nach einem Bauträgerwettbewerb wird im Süden von Wien eine Wohnanlage in Holzbau gerade fertig gestellt wird. Wir sprechen über den speziellen Planungsprozess im Holzbau, der wie immer bei p.good interdisziplinär zum Erfolg führt.

Das Büro beschäftigt sich auch mit Blocksanierungen und renoviert mit großem Einfühlungsvermögen aktuell – und in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt – die bewohnte Werkbundsiedlung. Dabei kommt Ihnen auch die Erfahrung aus Ihrer Tätigkeit als Gebietsbetreuer in der Brigittenau zu Gute und die Beschäftigung mit d/piesem Juwel der pArchitek/p/pturgeschichte und den Entwerfern aus den 30iger Jahren bereitet Ihnen hörbar Freude.

hier etwas Hintergrundinformation aus dem Quer Magazin:

Werkbundsiedlung Wien – über das Werden und Erben eines baulichen Manifests.

_133__ 2013 06 03 __ p.good (mp3|stream)

132. a palaver

Ein Gespräch mit Johann Georg Gsteu

Johann Georg Gsteu wurde 1927 in Hall in Tirol geboren und durchläuft nach den Wirren des zweiten Weltkriegs die Ausbildung zum Architekten auf der Akademie für Bildende Künste in der Meisterklasse von Clemens Holzmeister mit berühmten Kollegen wie Friedrich Achleitner , Hans Hollein, Wilhelm Holzbauer oder Gu/ap
/ap
stav Peichl.

Clemens Holzmeister hat Gsteustrong/em auch „mein Erfinder“ genannt, was sich wie ein roter Faden durch sein Werk zieht und sowohl für seinen Umgang mit Materialien somastrongaber auch den Raum selbst gilt. Ein wichtiger Einfluss für sein Schaffen ist auch die intensive Beschäftigung mit den Flächenschluss- Theorien der Mathematiker Heesch und Kienzle – dabei vergisst er nie die Benützer seiner Gebäude und bietet auch mit seiner besonderen Beherrschung der Lichtführung ausgefallene räumliche Situationen.

Zu seinen Schlüsselwerken gehört das Seelsorgezentrum in Oberbaumgarten, die Bildhauerunterkünfte in St. Margarethen, die Stationen der U6 Süd sowie das Müllzentrum am Meidlinger Markt.

Den Vorschlag zu dieser Sendung hat uns Georg Driendl unterbreitet, als er von den räumlichen Qualitäten der Kirche in Oberbaumgarten geschwärmt hat.

Unter dem Titel „Jo/em
Wir gehen der Frage nach warum Architektur doch am besten nach dem letzten Arbeitsschritt und vor dem Einzug fotografiert werden sollte – und was die Architekturfotografie im Gegensatz zur Architektur nicht aushält und wieso die Fotografin oftmals auch mit Hand anlegt.hann Georg Gsteu – Architektur sichtbar und spürbar machen
“ hat Claudia Enengl 2010 eine empfehlenswerte Monographie im Verlag Anton Pustet veröffentlicht.

Wir danken Claudia Enengl und Wolfgang Exner für die Unterstützung.

_132__ 2013 05 06 __ Johann Georg Gsteu (mp3|stream)

131. a palaver

driendl*architects

Nach Georg Driendl sind Projekte auf dem pPapier und Planungen von Architekten noch nicht Architektur, – erst wenn jemand der Meinung ist, dass das, was nach dem Bauen noch übrig ispt Architektur ist, dann ist das so.

Georg Driendl begann seine selbstständige Tätigkeit in einer Bürogemeinschaft mit Gerhard Steixner zu Architektur, Film und Städtebau – der Zeitbegriff in der Architektur ist wenig konkret – jener im Film durch Anfang und Ende eindeutig definiert und die Stadt steht dazwischen – ist durch verschiedene Rahmenbedingen wie zB dem Wetter immer anders. Wir sprechen über das Weiterbauen aber auch die Erwartungshaltung der Auftraggeber, über den unterschätzen Einfluss von guter Bildung auf die Entstehung von Architektur.

Am Beispiel der Galzigbahn in St. Anton in Tirol betrachten wir den Bau eines absoluten Prototyps in Rekordzeit und die Frage wie viele Entscheidungen des Architekten im Sinne von “Ich will” gerechtfertigt sind.

http://driendl.at/

http://apopnow.com/

_131__ 2013 02 04 __ driendl

Wie hat sich die Welt seither entwickelt? Welche unserer damaligen Themen blieben aktuell, was hat sich anders entwickelt und was hat an Relevanz verloren? Max Rieder blickt zurück, formuliert knackig und denkt mit uns laut über das Experiment im Wohnbau nach, über die passende Menge von öffentlichen Raum nach und plädiert für die Akzeptanz der Ungleichheit und der Brüche in der Stadt bei guter Durchmischung von Nutzungen und sozialen Situationen. Wie oft, wenn Wien Thema ist, arbeiten wir uns an der Gründerzeit ab und vergleichen die Logik der Bauträger, die im Wesentlichen die Stadt einförmig emformt.*architects (mp3|stream)

a palaver im Februar 2013:

A Palaver mit Hermann Czech

(Wiederholung einer Sendung vom April 2006.)

Hermann Czechs vielfältiges architektonisches Werk umfasst Planungen, Wohn-, Schul- und Hotelbauten ebenso wie Interventionen in kleinem Maßstab und Ausstellungsgestaltungen. Seine Projekte haben einen sehr starken Bezug zum umgebenden Kontext und beinhalten bewußt die vorhandenen Widersprüche. Ab den 1970er Jahren wird Hermann Czech zum Protagonist einer neuen “stillen” Architektur, die “nur spricht, wenn sie gefragt wird”; Die A/strongem134. a palaver uffassung von “Architektur als Hintergrund” kennzeichnet auch Czechs urbanistische Projekte. Er ist Autor zahlreicher kritischer und theoretischer Publikationen zur Architektur. In seiner Theorie spielen die Begriffe Umbau und Manierismus eine zentrale Rolle.

Im Gespräch bezieht Hermann Czech Stellung zu Denkmalpflegerischen Fragen, zur medialen Vermarktung von Architektur, sowie zu Fragen der Stadtentwicklung. Zudem erläutert er die Grundlagen der Ästhetik seiner Projekte und stellt auch die Wichtigsten vor.

www.hermann-czech.at

_050__ 2006 04 03 __ Hermann Czech (stream)

„Automatismen und Architektur“ Medien, Obsessionen, Technologien

(mp3|stream)http://apopnow.com/

Wie hat sich die Welt seither entwickelt? Welche unserer damaligen Themen blieben aktuell, was hat sich anders entwickelt und was hat an Relevanz verloren? Max Rieder blickt zurück, formuliert knackig und denkt mit uns laut über das Experiment im Wohnbau nach, über die passende Menge von öffentlichen Raum nach und plädiert für die Akzeptanz der Ungleichheit und der Brüche in der Stadt bei guter Durchmischung von Nutzungen und sozialen Situationen. Wie oft, wenn Wien Thema ist, arbeiten wir uns an der Gründerzeit ab und vergleichen die Logik der Bauträger, die im Wesentlichen die Stadt einförmig formt.

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Ein Gespräch mit Johann Georg Gsteu )/pArchitekturfotografie/p und p/stronga class=”rot_bold” href=”http://www.a-theory.tuwien.ac.at/schuerer” target=”links”
/aDen Toten eine Blume – die Denkmäler von Bogdan Bogdanovicstrong138. a palaver
Clemens Holzmeister hat Gsteu auch „mein Erfinder“ genannt, was sich wie ein roter Faden durch sein Werk zieht und sowohl für seinen Umgang mit Materialien aber auch den Raum selbst gilt. Ein wichtiger Einfluss für sein Schaffen ist auch die intensive Beschäftigung mit den Flächenschluss- Theorien der Mathematiker Heesch und Kienzle – dabei vergisst er nie die Benützer seiner Gebäude und bietet auch mit seiner besonderen Beherrschung der Lichtführung ausgefallene räumliche Situationen.a href=”http://www.maxrieder.at/”/awww.kooperativerraum.at/pp style=”margin-bottom: 0cm”Hermann Czech/strongppstrongLeitfadenpp style=”margin-bottom: 0cm” /p
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pp/ap.good
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Wie hat sich die Welt seither entwickelt? Welche unserer damaligen Themen blieben aktuell, was hat sich anders entwickelt und was hat an Relevanz verloren? Max Rieder blickt zurück, formuliert knackig und denkt mit uns laut über das Experiment im Wohnbau nach, über die passende Menge von öffentlichen Raum nach und plädiert für die Akzeptanz der Ungleichheit und der Brüche in der Stadt bei guter Durchmischung von Nutzungen und sozialen Situationen. Wie oft, wenn Wien Thema ist, arbeiten wir uns an der Gründerzeit ab und vergleichen die Logik der Bauträger, die im Wesentlichen die Stadt einförmig emformt.*architects/p

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