Mondikolok 1:1

Von Redakteur am 29. Juli 2016 | Kat: Allgemein

Montag 2016 08 01 13:00-14:00 – radio O94

Mondikolok 1:1
_163__ 2016 08 01__ Mondikolok 1:1 (mp3|stream)

David Kraler und Christoph Lachberger hatten den Wunsch Ihr Architekturstudium an der Technischen Universität Wien mit einer Diplomarbeit abzuschließen, die auch eine Realisierung beinhaltet. Was liegt also näher als eine Krankenstation im Südsudan zu planen und zu bauen? Praktisch Alles könnte man Einwenden und man hätte auch Recht damit.

Der Anstoß für die Arbeit ging vom Osttiroler Kinderarzt Dr. Franz Krösslhuber aus, der im Südsudan schon aktiv war und bereits eine Krankenstation in Planung hatte. Vom Enthusiasmus und den Ansprüchen der Studenten war er so beeindruckt, dass es zu einem gemeinsamen Vorhaben wurde. Am Beginn stand eine ausgedehnte Forschungsreise in den Südsudan, den jüngsten Staat dieser Erde, der eine flächenmäßige Ausdehnung Frankreichs hat. Bei diesem Fieldtrip studierten die beiden die lokale Baukultur und sie erforschten das Verhalten von Termiten.

Angefangen von der Recherche zum regionalen Gesundheitssystem, über Bautraditionen und lokale Bedürfnisse streckt sich das Gespräch hin bis zur Umsetzung des Gesundheitszentrums, durch welche die beiden Diplomanden zu Experten im Lehmbau wurden. Von der Einbindung der örtlichen Bevölkerung und den damit verbundenen Problemen, Bürgerkrieg, akademischer Ignoranz und dem Umstand, alle Probleme ohne Rückhalt selbst zu lösen, wird auch erzählt.

Über 3 Jahre und mit verschiedenen Schwierigkeiten entstand in Mondikolok mit Unterstützung und im Dialog mit der lokalen Bevölkerung eine Krankenstation, die die lokale Baukultur aufnimmt und in einigen wichtigen Aspekten, wie Raumklima oder Termitenschutz weiter entwickelt.

Wir hören gespannt zu, wie mit Macheten Sichtschneisen für die Grundstücksvermessung geschlagen oder ein 800 Kilogramm schwerer Dachträger ohne Kran auf sechs Meter Höhe befördert werden. Dieses A Palaver liegt im Spannungsbogen zwischen Anthropologie und Architektur, zwischen Planung und Realisierung, zwischen Österreich und dem Südsudan.


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A Palaver 161 Konrad Frey

Von Redakteur am 4. Juli 2016 | Kat: Allgemein, apalaver Sendung

Montag 2016 07 06413:00-14:00 – radio O94

Konrad Frey
_162__ 2016 07 04__ Konrad Frey (mp3|stream)

Konrad Frey hat sich zuerst für Chemie entschieden und kam erst über direkte Erfahrung zur Architektur. Gerne zitiert er seine Frau die meint, „Wer als Kind gute Architektur erleben darf [….] der ist nie mehr derselbe“.

Jahrzehntelang hat er den höchsten Anspruch an das grundlegende Denken und die Erfindung in der Architektur gelegt. Sehr früh hat er sich mit solarer Architektur beschäftigt und Material ans Limit geführt. Zu seinen Schlüsselprojekten gehört das Haus Fischer am Grundlsee, das Kunsthaus Mürzzuschlag oder der Kindergarten Pachern.

Wir besuchten Ihn in seinem neuen „low budget loft house“ in Hart, dass als prototypisches Fertigteilhaus gedacht ist: unter einem Satteldach bietet es eine Vielfalt an Möglichkeiten für den Ausbau. Dabei erleben die Bewohner eine ungewöhnliche Raumdiversität mit drei verschiedenen Raumhöhen auf 120m2. Ungewöhnlich ist auch die enge Anbindung an den Außenraum.

Zu diesem Vorhaben meint er, „die höchste Qualität schrammt nahe am Banalen – der aufmerksame Betrachter ist immer beeindruckt wenn etwas einen guten Eindruck macht und einfach aus wenig wertvollen Elementen aufgebaut ist.

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A Palaver 161 Peter Kogler

Von Redakteur am 3. Juni 2016 | Kat: apalaver Sendung

Montag 2016 06 06 13:00-14:00 – radio O94

Peter Kogler
_161__ 2016 06 06__ Peter Kogler (mp3|stream)

Die Kunst von Peter Kogler berührt die Betrachter auf verschiedenen Ebenen der Rezeption und regt die Fantasie in jedem Alter an, wenn auch tendenziell unterschiedlich.

Die grundlegenden Bausteine in den Arbeiten von Peter Kogler kommen immer wieder vor. Durch neue Kombinationen, stetige Weiterentwicklung der Installationen und in jeweils unterschiedlichen räumlichen Kontexten werden so Ausstellungen zu künstlerischen Laboratorien.

Bei dem Besuch der Büromaschinenmesse IFABO im Jahr 1984 entdeckte Peter Kogler zufällig einen der ersten Grafikcomputer, dessen Bedienschnittstelle keine Programmierkenntnisse erforderte. Kindheitserlebnisse wie der Mondlandung und die generell positive Einstellung der Gesellschaft der 70iger Jahre gegenüber Attributen wie Fortschritt und Technik führten dazu, dass die digitale Bildproduktion zum integralen Bestandteil seiner Arbeit wurde. Damit lotet er parallel die Entwicklungen der Ausgabetechnik der Computerindustrie aus.

Peter Kogler reflektiert mit uns über seine Inspirationsquellen, genauso wie den künstlerischen Kontext seiner Jugend in Innsbruck, in der sein Werdegang angelegt wurde.

Mit Sounds aus den Installationen in Wien und Brüssel von Franz Pomassl.

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A Palaver wiederholt die Sendung mit Gabu Heindl

Von Redakteur am 30. April 2016 | Kat: Allgemein

A Palaver hat über die Jahre hinweg ein reichhaltiges Archiv aufgebaut. Wenn wir ausnahmsweise keine neue Sendung am ersten Montag des Monats ausstrahlen, fällt es uns fast schwer eine Sendung zur Wiederholung auszusuchen.

Diesmal nicht – mit großer Freude bringen wie die Sendung mit der Architektin Gabu Heindl aus dem Jahr 2012 zu Gehör!
am Montag ab 13:00 auf Radio Orange – sonst wie gewohnt online.

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A Palaver 160 – Andreas Nierhaus / Wien Museum / Architektursammlung

Von Redakteur am 3. April 2016 | Kat: Allgemein

Montag 2016 04 04 13:00-14:00 – radio O94

Andreas Nierhaus / Wien Museum / Architektursammlung
_160__ 2016 04 04__ Andreas Nierhaus/ Architektur im Wien Museum (mp3|stream)

Das Wien Museum verfügt über eine bedeutende Architektursammlung. Wer das Ausstellungsprogramm verfolgt und architekturaffin ist, kann sich oft über interessante Sonderausstellungen freuen.

Dieser Schwerpunkt wurde durch den vorigen Direktor Wolfgang Kos durch die Einsetzung eines eigenen Kurators für Architektur bewußt gesetzt. Der Kurator ist der Kunsthistoriker Dr. Andreas Nierhaus. Durch Ihn bekamen wir die Chance das Prinzip des Sammelns im Museum zu beleuchten und die Architektursammlung in groben Zügen und im Wiener Kontext zu umreißen. Das Gespräch führt uns zur Problematik des Sammelns von digital produzierter und dargestellter Architektur und zu Strategien der Dokumentation von urbanen Wandlungen. Andreas Nierhaus bringt an Hand konkreter Beispiele einige unterschiedliche Ansätze der Architektur- und Stadtvermittlung in Ausstellungen.

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A Palaver 159 – Peter Fattinger +Design Build Studio

Von Redakteur am 6. März 2016 | Kat: Allgemein, apalaver Sendung

Peter Fattinger
_159__ 2016 03 07__ Peter Fattinger + Design Build Studio (mp3|stream)

Nach dem Ende seines Architekurstudiums an der TU Wien arbeitete Peter Fattinger im Atelier van Lieshout in Rotterdam. In diesem interdisziplinären Labor entstanden damals politische und oft provokante Arbeiten an der Schnittstelle von Design, Architektur, Kunst und Happening. Der Anfang der 2000er Jahre war durch die Regierungsbeteiligung der FPÖ in Österreich eine politisch bewegte Zeit und auch das van Atelier Lieshout bezog mit seinen Projekten dazu Stellung. In weiterer Folge wurde Joep van Lieshout Gastprofessor am Wohnbauinstitut der TU Wien und Peter Fattinger begleitete ihn als Assistent. Am Wohnbauinstitut entwickelte Peter Fattinger das Design-build Studio: Student_innen entwerfen gemeinsam reale Projekte und setzen diese dann selbst 1:1 um. Es entstanden eine Reihe von temporären urbanen Projekten wie das addon am Wallensteinplatz oder das mobile Stadtlabor in Wien. Auch mehrere permanente Projekte mit sozialer Ausrichtung im In- und Ausland konnten realisiert werden. Oft geht es darum Handlungsräume auf brach liegenden Flächen zu aktivieren und die Umgebung zu inspirieren.

Peter Fattinger betreibt gemeinsam mit Veronika Orso ein Architekturbüro, das thematisch an das Design-build Studio anknüpft und bei dem es Programm ist, dass die Architekten die Projekte selber entwickeln, entwerfen und und bauen.

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a Palaver 158 – über Petra Gschanes

Von Redakteur am 29. Januar 2016 | Kat: Allgemein

Über Petra Gschanes

_158__ 2016 02 02__ über Petra Gschanes (mp3|stream)

Von dem Augenblick an, ab dem man sich vornimmt Architektin zu werden, packt man einen immer größer werdenden Rucksack von Ideen und Möglichkeiten, präzisiert Einstellungen, schärft den Blick und das Urteilsvermögen. Bevor Architektinnen aber tatsächlich etwas auf dieser Basis umsetzen oder bauen können, dauert es meist recht lange und die Gelegenheiten bleiben meist auch überschaubar.

Unsere Kollegin Petra Gschanes wurde am 26. Juni 2015 bei einem Fahrradunfall aus der Mitte ihres Lebens gerissen.

Wir möchten die Sendung nutzen, uns Ihrem Bemühen, Ihren Ansätzen, Positionen, Wünschen und nicht zuletzt Ihrer Persönlichkeit über die Erinnerungen Ihrer Freunde, Weggefährten, Kollegen und Begleitern anzunähern.

Sie hören Beiträge von Volker Dienst und Peter Holzer, Michaela Sauer und Renate Hammer, Lukas Göbl, Joachim Moser und Dorothee Raichle-Ekong, Arkan Zeytinoglu, sowie zwei Texte von Petra Gschanes.

Uns ist bewusst, dass es nur eine Annäherung ist, eine Sammlung von Fragmenten und Bruchstücken.

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a Palaver 157 – Robert Schabus

Von Redakteur am 2. Januar 2016 | Kat: Allgemein

Montag 2016 01 04 13:00-14:00 – radio O94

Robert Schabus
Filmemacher, Architektur- und Kulturaktivist

_157__ 2016 01 04__ Robert Schabus (mp3|stream)

Das a Palaver Jahr 2016 beginnt mit einem Gespräch mit dem Filmemacher, Architektur- und Kulturaktivist Robert Schabus. Seit 2001 ist er als Filmemacher selbstständig und produziert ganz unterschiedliche Sozialdokumentationen. Ihm kommt es so vor, dass Ihn die Themen selbst finden – die intensive Beschäftigung mit Orten schwingt aber fast immer mit – der Schnittstelle zum Raum und der Architektur. Drei seiner Filme besprechen wir näher – Hotel Obir (2008), Die Wien (2010) und Ort schafft Ort (2014).
Ort schafft Ort entstand in Zusammenarbeit mit dem Verein Landluft und zeigt beispielhaften Konstellationen in Gemeinden auf, in der hohe Baukultur ermöglich wurde aber auch die Wahrnehmung der Bewohner_innen.
Robert Schabus ist auch im Verein lend|hauer engagiert – einer erfolgreichen Initiative zur Belebung und Aufwertung des Klagenfurter Lendhafens durch Kunstinterventionen.

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a Palaver 156 – ITALOMODERN

Von Redakteur am 3. November 2015 | Kat: Allgemein

ITALOMODERN
Architektur in Oberitalien 1946-1976

_156__ 2015 12 07__ ITALOMODERN (mp3|stream)

In der Nachkriegsmoderne der späten 1940er bis Mitte der 1970er Jahre war Italien in gestalterischen Fragen das Maß der Dinge. Es ist ein Verdienst von Arno Ritter, dass die Brüder Martin und Werner Feiersinger ihre umfangreiche Recherche, die mit einer Studienreise begann, 2011 zu einer Ausstellung im aut in Innsbruck zusammenfassen konnten.
Der Inhalt wurde in einem Katalog konserviert und somit entstand ein erster Architekturführer mit allem drum und dran. Kürzlich erschien dann noch der zweite Band – also ITALOMODERN 1 und ITALOMODERN 2.

Die Auswahl der dokumentierten Bauten feiert Kreativität und Experimente, die in dieser historischen Phase in einer unbekannten Vielfalt umgesetzt werden konnten. Bei den Bauten geht es vor allem um die Idee, und so stehen winzige Ferienhäuser neben megalomanen Strukturen, Wohnbauten neben Industriebauten und sakralen Räumen.

A Palaver bringt ein Gespräch mit dem Architekten und Architekturforscher Martin Feiersinger zu seinen Forschungsreisen und deren Folgen.

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a Palaver 155 – Adolf Krischanitz

Von Redakteur am 1. November 2015 | Kat: apalaver Sendung

a Palaver zu Gast bei Architekt Adolf Krischanitz
_155__ 2015 11 02__ Adolf Krischanitz (mp3|stream)

Die Bauten und die Statements von Adolf Krischanitz haben in der Welt der Architektur eine besondere Gültigkeit.

Seine selbstständige Architekturtätigkeit begann mit Angela Hareiter und Otto Kapfinger in der Gruppe Missing Link – eine Zeit der intensiven Diskussion, in der das Feld der Architektur auch experimentell um weitere Ausdrucksformen wie Drehbücher, Grafik und künstlerische Intervention erweitert wurde.


In unserem Gespräch widmen wir uns einem sehr speziellen Bautypus seines reichhaltigen Portfolios – den temporären Bauten an städtisch meist exponierten Orten, die als Anker für weitere Entwicklungen fungieren. So geschehen in St. Pölten mit dem Traisenpavillon, in Wien und Berlin jeweils mit der Kunsthalle. Im Gespräch ist dies eine gute Gelegenheit, den Faktor Zeit in der Architektur zu ergründen und über die Potential der Kunst in der Architektur und der Architektur für die Kunst zu sprechen.

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