A Palaver 169 – Martin Mostböck

Von Redakteur am 5. März 2017 | Kat: Allgemein

Montag 2017 03 06 13:00-14:00 – radio O94

Martin Mostböck
_169__ 2017 03 06__ Martin Mostböck (mp3|stream)

Martin Mostböck ist Architekt und Designer. Sind das unterschiedliche Disziplinen? Aus seiner Sicht nicht – es ist nur die konsequente Fortsetzung der gleichen Aufgabe in kleinerem Maß. Im Idealfall würde er ein Haus für seine Auftraggeber, mit denen er sich gut versteht, bis ins letzte Detail entwerfen – bis zum Besteck. Er plant seine Gebäude und ihr Innenleben als wären sie wie ein Maßanzug. Unweigerlich erörtern wir den Unterschied zwischen Stil und Styling. Auftraggeber, die letzteres suchen, kommen zu Martin Mostböck gar nicht.
Viele seiner Designprojekte beginnt er aus eigener Initiative – so zB. die Lampe Eklipse, die einen high-tech LED Leuchtkörper auf archaische Weise dimmt.
Mit einem Augenzwinkern entworfen sind manche Designobjekte aufgrund ihrer gesellschaftlich politischen Aussage der Kunst zuzuordnen, wie der Best Friends Chair, der „jemandem das Hackl ins Kreuz hauen“ räumlich darstellt.

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A Palaver 168 – PLOV

Von Redakteur am 4. Februar 2017 | Kat: Allgemein

Montag 2017 02 06 13:00-14:00 – radio O94

PLOV – Marion Gruber und Christoph Leitner
_168__ 2017 02 06__ PLOV (mp3|stream)

Wird das usbekische Nationalgericht Plov zubereitet, so geht es darum, aus den vorhandenen Lebensmitteln das Beste zu machen. Genau so machen es Marion Gruber und Christoph Leitner aka PLOV mit Architektur: innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen entwickeln sie Projekte, die in Wettbewerbsverfahren regelmäßig erfolgreich sind.

Einerseits sprechen wir über private Kunden, die Zeit brauchen, um ihre eigenen Proejkte zu entwickeln, und andererseits über jene Voraussetzungen, welche zu gut vorbereiteten Wettbewerben führen, die dann Grundlage für faire Verfahren und letztendlich interessante Architektur werden.

Mit dem Wunsch nach mehr Feedback in Wettbewerbssituationen kommt die Architekturkritik zur Sprache. Das bringt uns zur Frage, wie sich Kritik tatsächlich kritisch mit einzelnen Bauten auseinandersetzen kann und wer dabei eigentlich der Adressat ist.

PLOV glauben daran, dass sich befreundete Architekturbüros gegenseitig nichts wegnehmen und so treffen sich Kollegen im mittlerweile schon legendären “Fight Club”, um vorbehaltlos über Projektansätze zu diskutieren. Diese Initiative geht inzwischen so weit, dass die Architekturbüros gemeinsam ein Bürohaus im Sonnwendviertel planen und errichten, um Synergien intensiver nutzen zu können.

www.plov.com

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A Palaver 167 – Honey & Bunny

Von Redakteur am 31. Dezember 2016 | Kat: Allgemein, apalaver Sendung

Montag 2017 01 02 13:00-14:00 – radio O94

Honey & Bunny alias Sonja Stummerer & Martin Hablesreiter
_167__ 2017 01 02__ Honey & Bunny (mp3|stream)

“Das Alltägliche definiert das Leben ja viel mehr als das Luxuriöse – man sieht das in Museen, es wird immer das Wertvolle gezeigt, also der Besitz der Mächtigen und Reichen. Fasst man den Kulturbegriff demokratischer, dann müsste man sich damit beschäftigen, welche Gegenstände den Alltag betreffen. Und da gehört ein Putzmittel, ein Wettex oder ein Fischstäbchen genauso dazu wie ein Stück Brot.”

Die beiden Absolventen der Meisterklasse für Architektur von Hans Hollein an der Universität für Angewandte Kunst in Wien fokussierten ihren Arbeitsschwerpunkt nach einem Arbeitsaufenthalt in Japan auf Grundbedürfnisse menschlichen Verhaltens mittels Interventionen und Installationen. Ausgangspunkt war das Thema Essen, wobei am Anfang der Begriff food design untersucht wurde. Bei näherer Recherche zu Fachliteratur mussten Sonja Stummerer und Martin Hablesreiter feststellen, dass es dazu keine Publikationen gab. Macht nichts, dachten sich die beiden, ein Buch dazu kann man auch selber verfassen. Und wenn man so ein Thema angeht, kann es auch gleich mehr werden als eine reine Bestandsaufnahme: Was passiert also, wenn Kleinigkeiten in Ablauf oder Setting der Nahrungsaufnahme geändert oder andere Gegenstände als Werkzeuge für Besteck verwendet werden? Ein Gespräch zum kulturellen Stellenwert der Nahrungsaufnahme und der Logik der Verfügbarkeit von Essen.

Für das Festival der Regionen 2015 in Ebensee folgten Performance und Ausstellung Hackle Sauber – slogging away clean. Seitdem ist Putzen auch zu einer untersuchten Materie für das Duo geworden: Wer putzt wie wessen Schmutz mit welchen Mittel weg? Wie wird es zu einem Gespächsthema? Welche sozialen Implikationen hängen damit zusammen? Vom Stellenwert und der Verteilung von Schattenarbeit bis zur Arbeitsmigration.

www.honeyandbunny.com

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A Palaver 114 – Hannes Stiefel (wh)

Von Redakteur am 5. Dezember 2016 | Kat: Allgemein

Montag 2016 12 06 13:00-14:00 – radio O94

Hannes Stiefel
_114__ 2011 09 05 __ Hannes Stiefel (mp3|stream)

Hannes Stiefel unterrichtete an diversen Architekturinstitutionen in Österreich, der Schweiz und den USA. In seinem Büro Stiefel & Company
Architects entstehen neben der Lehre selbstständige Projekte. Seine Arbeiten wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, u. a. Preis für experimentelle Tendenzen in der Architektur (1995), 2. Preis Wettbewerb Kunsthaus Graz (2000), 2. Preis Wettbewerb Portal Roppener Tunnel Tirol (2005), 1. Preis Wettbewerb Landhausplatz Innsbruck (2008) Team LAAC Aste/Ludin Stiefel/Kramer Grüner (Fertigstellung 2011), …

Im Gespräch berichtet Hannes Stiefel über Themen und Inhalte, die Eingangspunkte für Projekte bilden und die sich durch das Mittel der Überlagerung mit den Aufgabenstellungen in seine Architektur einfließen. Themen sind beispielsweise das fortlaufende Haus, sowie das Faux Terrain, welche in seinen Projekten wiederkehren.

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A Palaver 166 – Architektur und Recht mit Petra Rindler

Von Redakteur am 6. November 2016 | Kat: Allgemein

Montag 2016 10 07 13:00-14:00 – radio O94

Architektur und Recht mit Petra Rindler
_166__ 2016 11 07__ Architektur und Recht mit Petra Rindler (mp3|stream)

A Palaver 166 – Architektur und Recht – ein Gespräch mit Petra Rindler – 2016 11 07

A Palaver bringt diesmal eine Sendung zu einem speziellen Thema in der Architektur. Ein Bauwerk entsteht nicht nur durch Planung und materielle Erschaffung, sondern immer mehr durch die Anwendung eines komplizierten Geflechts rechtlicher Bestimmungen: Eurocodes, Baugesetze, Normen, Richtlinien … Wir sprechen mit der Rechtsanwältin Mag. Petra Rindler von der Kanzlei Pflaum Karlberger Wiener Opetnik Rechtsanwälte.

Petra Rindler - Expertin für Baurecht (c) Andreas Buchberger

Am Beginn eines Auftrages muss schon die Zusammenarbeit zwischen Klient und Architekt/in irgendwie geregelt werden.

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A Palaver 165 – future.lab -> fieldtrips

Von Redakteur am 3. Oktober 2016 | Kat: Allgemein

Montag 2016 10 03 13:00-14:00 – radio O94

future.lab -> field trips in Public Space – Erkundungen einer gefährdeten Spezies von Raum.
_165__ 2016 10 03__ future.lab -> fieldtrips (mp3|stream)

A Palaver widmet diese Sendung zwei Expeditionen in den öffentlichen Raum. Die Forscher sind Studenten der Technischen Universität in Wien und waren zu selbst definierten Themenstellungen in Madrid und Rom unterwegs. Nach den Forschungsreisen entstanden Radiofeatures für diese Sendung.

Die Forschungsreisen – die fieldtrips –fanden im Rahmen einer eigens entwickelten einjährigen Lehrveranstaltung an der Technischen Universität statt. Diese Lehrveranstaltung ist Teil einer längerfristigen Kooperation der Universität mit der Stadt Wien. Zuerst mussten von den Studenten Themen beschrieben, Methoden entwickelt und Forschungsanträge gestellt werden. Nach Auswahl der Teams die Expeditionen geplant und durchgeführt werden. Als Ergebnis war von den Forschern ein Bericht zu verfassen aber auch ein Radiobeitrag zu gestalten.

Sowohl die Universität als auch die Stadt Wien haben großes Interesse am Umgang mit öffentlichem Raum in anderen europäischen Städten. Direkte Vergleiche sind vielleicht nicht immer angebracht, aber es lassen sich Gemeinsamkeiten und ähnliche Fragestellungen erörtern. Veränderungen, die beispielsweise durch Klimaänderungen oder Migration verursacht werden, müssen auch in Wien in der Planung rechtzeitig antizipiert werden.

In der Sendung zu hören sind zwei Features, eines zu den den inneren und äußeren Peripherien in Madrid und eines auf den Spuren der polyphasischen Stadt in Rom. Ergänzend dazu hören Sie Gespräche zu Aufgabenstellung und Entwicklung des Formates der fieldtrips und Erwartungen von Seiten der Stadt.

mit
Helene Schauer, Klara Hubicek, Expeditionsteam fieldtrip Madrid
Lukas Vejnik, Jerome Becker, Expeditionsteam fieldtrip Rom
Georgine Zabrana, Stadtbaudirektion Wien
Rudolf Scheuvens, Dekan Architektur und Raumplanung TU Wien

futurelab.tuwien – fieldtrips

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A Palaver 164 – CeMM – brainlounge

Von Redakteur am 26. August 2016 | Kat: Allgemein, apalaver Sendung

CeMM – brainlounge
_164__ 2016 09 05__ CeMM brainlounge (mp3|stream)

„… die Moleküle zum Tanzen bringen …“
Das Wiener Forschungszentrum CeMM und seine Brain Lounge

Neue Räume kreieren neue Inhalte und neue Inhalte formen neue Räume. Kurz zusammengefasst steht diese Idee hinter der Entwicklung eines Raumes, der die Kreativität und die Ideenfindung entfesseln soll. Die Brain Lounge des CeMM – Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – ist kein durchgestylter Besprechungsraum, sondern spricht durch von verschiedenen Künstlern geschaffene Interventionen alle Sinne seiner Benutzer an. Diese Entrückungen aus dem Alltag bringt ein unbewusstes zusätzliches kreatives Moment in die Arbeit der Wissenschaftler.
„… die Moleküle zum Tanzen bringen …“, dieses Zitat von Karl Emilio Pircher beschreibt im übertragenen Sinn die Intention für die Entwicklung der Brain Lounge, ideelle Werte physisch werden zu lassen.

Sie hören ein A Palaver, das mit folgenden Gästen in der Brain Lounge aufgenommen wurde:
Giulio Superti-Furga, Direktor CeMM
Jörg Menche, Forschungsgruppenleiter CeMM
Ernst M. Kopper, Architekt
Fidel Peugeot, Walking-Chair Design Studio
Karl Emilio Pircher, Walking-Chair Design Studio

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A Palaver 163 – Mondikolok 1:1

Von Redakteur am 29. Juli 2016 | Kat: Allgemein

Montag 2016 08 01 13:00-14:00 – radio O94

Mondikolok 1:1
_163__ 2016 08 01__ Mondikolok 1:1 (mp3|stream)

David Kraler und Christoph Lachberger hatten den Wunsch Ihr Architekturstudium an der Technischen Universität Wien mit einer Diplomarbeit abzuschließen, die auch eine Realisierung beinhaltet. Was liegt also näher als eine Krankenstation im Südsudan zu planen und zu bauen? Praktisch Alles könnte man Einwenden und man hätte auch Recht damit.

Der Anstoß für die Arbeit ging vom Osttiroler Kinderarzt Dr. Franz Krösslhuber aus, der im Südsudan schon aktiv war und bereits eine Krankenstation in Planung hatte. Vom Enthusiasmus und den Ansprüchen der Studenten war er so beeindruckt, dass es zu einem gemeinsamen Vorhaben wurde. Am Beginn stand eine ausgedehnte Forschungsreise in den Südsudan, den jüngsten Staat dieser Erde, der eine flächenmäßige Ausdehnung Frankreichs hat. Bei diesem Fieldtrip studierten die beiden die lokale Baukultur und sie erforschten das Verhalten von Termiten.

Angefangen von der Recherche zum regionalen Gesundheitssystem, über Bautraditionen und lokale Bedürfnisse streckt sich das Gespräch hin bis zur Umsetzung des Gesundheitszentrums, durch welche die beiden Diplomanden zu Experten im Lehmbau wurden. Von der Einbindung der örtlichen Bevölkerung und den damit verbundenen Problemen, Bürgerkrieg, akademischer Ignoranz und dem Umstand, alle Probleme ohne Rückhalt selbst zu lösen, wird auch erzählt.

Über 3 Jahre und mit verschiedenen Schwierigkeiten entstand in Mondikolok mit Unterstützung und im Dialog mit der lokalen Bevölkerung eine Krankenstation, die die lokale Baukultur aufnimmt und in einigen wichtigen Aspekten, wie Raumklima oder Termitenschutz weiter entwickelt.

Wir hören gespannt zu, wie mit Macheten Sichtschneisen für die Grundstücksvermessung geschlagen oder ein 800 Kilogramm schwerer Dachträger ohne Kran auf sechs Meter Höhe befördert werden. Dieses A Palaver liegt im Spannungsbogen zwischen Anthropologie und Architektur, zwischen Planung und Realisierung, zwischen Österreich und dem Südsudan.


gelatat.wordpress.com

jalimo-hospital

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A Palaver 162 – Konrad Frey

Von Redakteur am 4. Juli 2016 | Kat: Allgemein, apalaver Sendung

Montag 2016 07 06413:00-14:00 – radio O94

Konrad Frey
_162__ 2016 07 04__ Konrad Frey (mp3|stream)

Konrad Frey hat sich zuerst für Chemie entschieden und kam erst über direkte Erfahrung zur Architektur. Gerne zitiert er seine Frau die meint, „Wer als Kind gute Architektur erleben darf [….] der ist nie mehr derselbe“.

Jahrzehntelang hat er den höchsten Anspruch an das grundlegende Denken und die Erfindung in der Architektur gelegt. Sehr früh hat er sich mit solarer Architektur beschäftigt und Material ans Limit geführt. Zu seinen Schlüsselprojekten gehört das Haus Fischer am Grundlsee, das Kunsthaus Mürzzuschlag oder der Kindergarten Pachern.

Wir besuchten Ihn in seinem neuen „low budget loft house“ in Hart, dass als prototypisches Fertigteilhaus gedacht ist: unter einem Satteldach bietet es eine Vielfalt an Möglichkeiten für den Ausbau. Dabei erleben die Bewohner eine ungewöhnliche Raumdiversität mit drei verschiedenen Raumhöhen auf 120m2. Ungewöhnlich ist auch die enge Anbindung an den Außenraum.

Zu diesem Vorhaben meint er, „die höchste Qualität schrammt nahe am Banalen – der aufmerksame Betrachter ist immer beeindruckt wenn etwas einen guten Eindruck macht und einfach aus wenig wertvollen Elementen aufgebaut ist.

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A Palaver 161 – Peter Kogler

Von Redakteur am 3. Juni 2016 | Kat: apalaver Sendung

Montag 2016 06 06 13:00-14:00 – radio O94

Peter Kogler
_161__ 2016 06 06__ Peter Kogler (mp3|stream)

Die Kunst von Peter Kogler berührt die Betrachter auf verschiedenen Ebenen der Rezeption und regt die Fantasie in jedem Alter an, wenn auch tendenziell unterschiedlich.

Die grundlegenden Bausteine in den Arbeiten von Peter Kogler kommen immer wieder vor. Durch neue Kombinationen, stetige Weiterentwicklung der Installationen und in jeweils unterschiedlichen räumlichen Kontexten werden so Ausstellungen zu künstlerischen Laboratorien.

Bei dem Besuch der Büromaschinenmesse IFABO im Jahr 1984 entdeckte Peter Kogler zufällig einen der ersten Grafikcomputer, dessen Bedienschnittstelle keine Programmierkenntnisse erforderte. Kindheitserlebnisse wie der Mondlandung und die generell positive Einstellung der Gesellschaft der 70iger Jahre gegenüber Attributen wie Fortschritt und Technik führten dazu, dass die digitale Bildproduktion zum integralen Bestandteil seiner Arbeit wurde. Damit lotet er parallel die Entwicklungen der Ausgabetechnik der Computerindustrie aus.

Peter Kogler reflektiert mit uns über seine Inspirationsquellen, genauso wie den künstlerischen Kontext seiner Jugend in Innsbruck, in der sein Werdegang angelegt wurde.

Mit Sounds aus den Installationen in Wien und Brüssel von Franz Pomassl.

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